Wichtige Weichenstellung

Für das Baugebiet OPPENHEIMER WEG – 2. Bauabschnitt in Uelversheim wurde endlich der finale Beschluss gefasst!

Bebauungsplan Südlich Oppenheimer Weg – 2. BA: Hendel+Partner

Wo und was geplant ist

  • Das Baugebiet „Oppenheimer Weg, 2. BA“ liegt am nördlichen Ortsrand der rheinhessischen Gemeinde Uelversheim, zwischen der Weinolsheimer Straße (L 437) und dem Friedhof. Es grenzt unmittelbar an das bereits bestehende Baugebiet „Oppenheimer Weg“ an.
  • Ziel der Planung: Schaffung von neuen Wohnbauflächen, um Wohnraum nach Nachfrage zu ermöglichen.

Nutzung und Struktur

Laut Planungsentwurf sind vorgesehen: Baugrundstücke für Einfamilienhäuser

  • Ein „Allgemeines Wohngebiet“ — zur überwiegenden Wohnnutzung
  • Grün-/Ausgleichsflächen sowie Entwässerungs- und Erschließungsflächen.

Die Gesamtfläche, die im ursprünglichen Entwurf angegeben war, umfasst ca. 1,4 ha. Von dieser Fläche entfallen ca. 6.382 m² auf die Baugrundstücke für Einfamilienhäuser.

Herausforderungen & Planungskriterien

Im Planungsprozess waren insbesondere drei Aspekte von Bedeutung:

  • Lärmbelastung: Wegen der Nähe zur L 437 bzw. Weinolsheimer Straße und zu bestehenden Gewerbe- bzw. Weinbaubetrieben sind in einem kleinen Teilbereich des Baugebietes Schutzvorkehrungen an den Gebäuden zu treffen.
  • Umwelt & Artenschutz: Da neue Flächen bebaut werden und Grün- bzw. Ausgleichsflächen vorgesehen sind, wurde im Zuge der Bauleitplanung ein Umweltbericht mit Bewertung der Eingriffe in Natur und Landschaft erstellt. Der naturschutzrechtliche Ausgleich kann vollständig innerhalb des Plangebietes erbracht werden.
  • Entwässerung: Für die Rückhaltung des Oberflächenwassers ist ein Retentionsbecken erforderlich. Die Lage des Beckens war bis zuletzt im Gemeinderat umstritten.

Chronologie des Planverfahrens

  • Die Aufstellung des Bebauungsplans wurde vom Gemeinderat 2018 beschlossen.
  • Im Oktober 2022 wurde der Entwurf des Bebauungsplans beschlossen und damit das Verfahren offiziell eingeleitet.
  • Zwischen Ende 2024 und Frühjahr 2025 wurde der Plan mehrfach überarbeitet: Im Rahmen des Verfahrens wurden insbesondere das Bebauungs- und Entwässerungskonzept angepasst.
  • Der Bebauungsplan „Oppenheimer Weg, 2.  BA“ wurde in der Gemeinderatssitzung am 17. November 2025 als Satzung beschlossen.
  • Damit ist das Planungs- und Genehmigungsverfahren abgeschlossen – der Weg zur Bebauung und Erschließung ist frei, sobald der Beschluss öffentlich bekannt gemacht wurde.

Bedeutung für Uelversheim

  • Mit dem Baugebiet soll ein neues Wohnquartier mit ca. 16 Bauplätzen geschaffen werden
  • Damit wird die Gemeinde besser auf zukünftigen Wohnraumbedarf reagieren und das Ortswachstum bedarfsorientiert steuern können.

Bebauungsplan und Erschließungsplanung: Hendel+Partner

Schau mal…

Natur-Schau-Garten in Hohenstein-Breithardt. Der etwas andere Bebauungsplan.

Foto © Matthias Merkel

Wir von Hendel+Partner lieben ja Herausforderungen und spezielle Aufgabenstellungen. Der Naturschaugarten in Breithardt gehört unbedingt dazu. Es handelt sich um eine bereits bestehende Anlage, für die im nachhinein Planungsrecht über einen Bebauungsplan geschaffen werden soll.

Der Naturschaugarten „Im Gründche“ ist ein gemeinnütziges Naturprojekt in Hohenstein-Breithardt. Initiatoren sind drei engagierte Personen: Nico Böttcher, Marc Rabenstein und Robin Jenner.

Ziel & Konzept

  • Der Garten fungiert als Lern- und Erfahrungsraum, in dem ökologische Bildung, Naturerleben und soziale Teilhabe verbunden werden.
  • Es soll ein naturnaher Lebensraum entstehen, der heimische Pflanzen fördert und Tiere anlockt – gleichzeitig zeigt der Garten, wie man Natur bewusst in den eigenen Alltag oder Garten integrieren kann.
  • Die Fläche ist in drei Bereiche unterteilt: Naturgarten, Nutzgarten und eine Freizeitfläche.

Gestaltung & Biodiversität

  • Ursprünglich war das Gelände eine fast ebene Eselsweide – inzwischen ist es abwechslungsreich mit Hügeln und Trockenmauern gestaltet.
  • Viele verschiedene Lebensräume sind entstanden: Staudenbereiche, wilde Ecken, Sitz- und Treffpunkte, ein Bauwagen.
  • Heimische Arten werden bewusst gefördert, um Insekten, Amphibien und anderen Tieren einen Lebensraum zu bieten.

Bildung & Soziales

  • Der Garten dient auch der Umweltbildung: Geplant sind Workshops zu Permakultur, Kräuterkunde, heimischer Flora und Fauna.
  • Es soll ein inklusiver Raum sein: Menschen jeden Alters können mitmachen, lernen und sich einbringen.
  • Ein soziales Element ist ebenfalls enthalten: Neben dem ökologischen Aspekt gibt es auch die Idee von Gemeinschaft und Teilhabe.

Auszeichnungen & Förderung

  • Das Projekt wurde von der Andrea-von-Braun-Stiftung gefördert.
  • Beim Pflanzwettbewerb 2021 hat das Projekt bundesweit den 1. Platz in der Kategorie „Großgärten“ erreicht.

Aktueller Stand & Herausforderungen

  • Das Projekt wächst weiter: Es gibt Pläne, neue Bäume, Beerensträucher und mehrjährige Pflanzen zu pflanzen.
  • Ein Thema ist die planungsrechtliche Sicherung: Für den Naturschaugarten wird ein Bebauungsplan benötigt, mit dessen Erstellung Hendel+Partner beauftragt wurde.

Foto © Matthias Merkel

190 m unter der Erde…

Bohrungen für Kalte Nahwärme im Baugebiet Kemel-Süd haben begonnen

Baugebiet Kemel-Süd, ©Christian Sell (CopterCam AG)

Wärmeversorgung und Kühlung

Im Rahmen der Erschließungsarbeiten für das Baugebiet Kemel-Süd im Heidenroder Ortsteil Kemel werden im Herbst 2025 58 Löcher mit einer Tiefe von jeweils 190 m gebohrt, um die erfoderlichen Erdsonden einzubringen. Diese dienen als Basis für die Wärmeversorgung der beiden ersten Abschnitte des Baugebiets. Aber auch für die Kühlung der Gebäude bei heißen Temperaturen.

Ein kaltes Nahwärmesystem nutzt Erdsondenfelder als Wärmequelle. Durch die Erdsonden, die bis zu 200 Meter in die Tiefe reichen, strömt eine Flüssigkeit. Die Erdwärme erwärmt sie auf acht bis zwölf Grad Celsius. Über ein sogenanntes „kaltes Nahwärmenetz“ gelangt die erwärmte Flüssigkeit in die Häuser. Dort hebt eine Wärmepumpe die dargebotene Wärme auf ein nutzbares Temperaturniveau.

Ökologisch

Die kalte Nahwärmeversorgung ist energieeffizient und umweltschonend. Sie kann mit erneuerbaren Energien betrieben werden und ist treibhausgasfrei. Das Netz hat nur geringe bis keine Wärmeverluste, teilweise sogar Wärmeerträge, weshalb die Leitungen keine aufwändigen Dämmungen benötigen. Sowohl im Winter als auch im Sommer sind die Wärmeversorgung und die Klimatisierung mit nur einem thermischen Netz gedeckt.  

Bebauungsplan: Hendel+Partner

Werkstudent/in (m/w/d) – Stadtplanung – GEFUNDEN!!!

Zur Verstärkung unseres interdisziplinären Teams aus den Bereichen Städtebau, Raum- und Umweltplanung, Landespflege, Landschaftsplanung am Bürostandort Wiesbaden suchen wir zum nächstmöglichen Eintrittszeitpunkt eine*n

angehende/n Stadtplaner/in für den Bereich Bauleitplanung/Städtebau

Zu Ihrem Aufgabengebiet zählen insbesondere

  • Vorbereitung von Projekten aus den Bereichen Städtebau und Bauleitplanung
  • Mitwirkung bei der Erstellung von Bebauungsplänen und FNP-Änderungen
  • Mitwirkung bei der Erstellung von Abwägungsdokumenten

Vorausgesetzt werden

  • Begonnene akademische Ausbildung (z.B. Stadtplanung, Raum- und Umweltplanung, Umweltwissenschaften)
  • Kenntnisse im Bau- und Planungsrecht (BauGB, BauNVO, PlanzeichenVO) wünschenswert
  • Elementare Softwarekenntnisse: MS Office, CAD
  • Softwarekenntnisse: BricsCAD, AutoCAD, GIS von Vorteil
  • Interesse an interdisziplinärer Teamarbeit
  • Gute Auffassungsgabe

Geboten werden

  • vielfältige, interessante und abwechslungsreiche Projekte in der Region und darüber hinaus
  • eine kollegiale Arbeitsatmosphäre
  • eine leistungsgerechte Vergütung
  • flexible Arbeitszeiten

Bei Interesse senden Sie bitte Ihre Bewerbungs­unter­lagen, gerne per E-Mail, an folgende Adresse

Planungsbüro Hendel+Partner
Matthias Merkel
Friedrich-Bergius-Str. 9
65203 Wiesbaden

post@hendelundpartner.de

Sollten Sie Fragen haben, melden Sie sich jederzeit gerne telefonisch bei uns unter der Telefonnummer 0611 300123 oder schriftlich an die o.g. E-Mail-Adresse.

Neue Wohnformen und Tourismus – auch bei uns?

Tinyhouse-Siedlungen im Rheingau und in Rheinhessen möglich

Eine Tiny House-Siedlung für sanften und nachhaltigen Tourismus im Rheingau oder Rheinhessen könnte eine sehr interessante und attraktive Idee sein, vor allem, weil beide Regionen für ihre Weinbaukultur, ihre malerischen Landschaften und ihre historische Bedeutung bekannt sind. Hier sind einige Punkte, die du bei der Planung einer solchen Siedlung in Betracht ziehen könntest:

Lage und Natur

  • Rheingau: Diese Region ist für ihre Weinberge und das UNESCO-Weltkulturerbe Mittelrheintal bekannt. Eine Siedlung könnte von den malerischen Ausblicken auf den Rhein profitieren und in die Weinbaukultur integriert werden.
  • Rheinhessen: Rheinhessen ist die größte Weinregion Deutschlands und bekannt für seine sanften Hügel, Weinberge und charmanten Dörfer. Auch hier könnten Tiny Houses gut in die Landschaft integriert werden und den Gästen ein einzigartiges Erlebnis bieten.

Nachhaltigkeit und Naturverbundenheit

Tiny Houses bieten aufgrund ihrer geringen Größe und einfachen Bauweise viele Möglichkeiten für nachhaltiges Leben. Die Region ist bereits bekannt für ihre umweltbewusste Haltung, und eine Tiny House-Siedlung könnte diese Philosophie verstärken:

  • Verwendung von nachhaltigen Materialien
  • Solaranlagen oder andere erneuerbare Energien
  • Regenwassernutzung und kompostierbare Toiletten

Touristische Attraktivität

  • Weinproben und Weinwanderungen: In beiden Regionen gibt es zahlreiche Weingüter, die besichtigt und mit lokalen Weinen probiert werden können. Tiny Houses könnten als Basis für solche Erlebnisse dienen.
  • Rad- und Wanderwege: Der Rheingau und Rheinhessen bieten eine Vielzahl von Wander- und Radwegen entlang des Rheins und durch die Weinberge. Tiny Houses könnten den Gästen einen direkten Zugang zu diesen Aktivitäten ermöglichen.
  • Historische Sehenswürdigkeiten: Burgen, Schlösser und historische Städte (wie Bacharach im Rheingau oder Bingen in Rheinhessen) sind attraktive Ausflugsziele.

Zielgruppen

  • Weintouristen: Die Regionen sind stark auf den Weinbau fokussiert, was Weintouristen anzieht, die ein naturnahes Erlebnis suchen.
  • Nachhaltigkeitsbewusste Reisende: Immer mehr Menschen suchen nach umweltfreundlicheren Unterkunftsmöglichkeiten.
  • Abenteuer- und Naturfreunde: Viele Menschen möchten dem Trubel der Städte entkommen und ein minimalistisches Leben inmitten der Natur erleben.

Bau- und Genehmigungsfragen

  • Bauvorschriften: Die Region könnte strenge Bauvorschriften haben, insbesondere wenn es um den Natur- oder Denkmalschutz geht. Es wäre wichtig, mit den lokalen Behörden zusammenzuarbeiten, um die richtigen Genehmigungen zu erhalten.
  • Verkehrsanbindung: Je nach Standort könnte der Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln oder auch die Anbindung über Straßen eine Rolle spielen. Eine Tiny House-Siedlung könnte auch als Ziel für „Caravaning“ und Roadtrip-Liebhaber attraktiv sein.

Verbundene Dienstleistungen

  • Gastronomie: Eine kleine gastronomische Einrichtung oder ein Foodtruck, der lokale Produkte und Weine anbietet, könnte gut zu einer Tiny House-Siedlung passen.
  • Wellness-Optionen: Vielleicht könnten auch kleine Wellnessangebote (z.B. Saunen oder Outdoor-Badewannen) für die Gäste attraktiv sein.

Empfehlung:

Eine Tiny House-Siedlung im Rheingau oder Rheinhessen für Touristen hat viele Potenziale. Es wäre wichtig, die Bedürfnisse der Zielgruppen zu verstehen, ein nachhaltiges Konzept zu entwickeln und die richtigen Partner (z.B. Weingüter oder lokale Anbieter) zu integrieren. Die Region hat viel Charme und bietet zahlreiche Möglichkeiten für ein einzigartiges touristisches Angebot. Gerne ist das Planungsbüro Hendel+Partner bei der Erstellung von Machbarkeitsstudien und Konzepten behilflich und steht jederzeit für ein beratendes Gespräch zur Verfügung. Sprechen Sie uns einfach an…

Agri-Photovoltaik in Hessen und Rheinland-Pfalz

Chancen und Risiken bei der sauberen Energiegewinnung

In Hessen und Rheinland-Pfalz gibt es spezifische Möglichkeiten für die Anwendung von Agri-Photovoltaik (Agri-PV), die sowohl auf den geografischen und klimatischen Gegebenheiten als auch auf den regionalen Fördermöglichkeiten und politischen Rahmenbedingungen basieren. Beide Bundesländer bieten etliche Optionen, die Agri-PV-Projekte unterstützen können, auch durch Förderprogramme und ein wachsendes Interesse an nachhaltiger Landwirtschaft und erneuerbaren Energien.

In Hessen und Rheinland-Pfalz gibt es spezifische Möglichkeiten für die Anwendung von Agri-Photovoltaik (Agri-PV), die sowohl auf den geografischen und klimatischen Gegebenheiten als auch auf den regionalen Fördermöglichkeiten und politischen Rahmenbedingungen basieren. Beide Bundesländer bieten eine Vielzahl von Optionen, die Agri-PV-Projekte unterstützen können, auch durch Förderprogramme und ein wachsendes Interesse an nachhaltiger Landwirtschaft und erneuerbaren Energien.

1. Hessen:

In Hessen gibt es verschiedene Ansätze und Initiativen, die Agri-PV betreffen können:

Ackerland-Agri-PV:

  • Beschreibung: In Hessen gibt es viele Ackerflächen, auf denen Agri-PV-Anlagen installiert werden können. Besonders geeignet sind Flächen, die eine gewisse Höhe der Solarmodule ermöglichen, ohne dass diese die landwirtschaftliche Nutzung behindern.
  • Mögliche Anbaukulturen: Getreide, Mais, Zuckerrüben, aber auch Sonderkulturen wie Gemüse oder Obst können unter den Modulen weiter kultiviert werden.
  • Vorteile:
    • Ackerflächen sind in Hessen weit verbreitet, was eine gute Grundlage für Agri-PV bietet.
    • Solarmodule bieten Schutz vor extremen Wetterbedingungen (z. B. Hitzewellen, Regen).
    • Einige Kulturen profitieren vom reduzierten Sonnenstrahleneinfall und der damit verbundenen Kühlung.

Weideflächen-Agri-PV:

  • Beschreibung: Auf Weideflächen, vor allem in den ländlicheren Gebieten Hessens (z.B. in Nord- und Osthessen), können Solarmodule installiert werden, die den Tieren genügend Platz zum Grasen lassen.
  • Vorteile:
    • Doppelte Nutzung von Weideflächen für Stromerzeugung und Viehhaltung.
    • Kein Konflikt mit der landwirtschaftlichen Nutzung der Fläche.
  • Herausforderungen: Die Installation muss so gestaltet sein, dass die Tiere ungehindert weiden können, was zusätzliche Planung und Konstruktionen erfordert.

Fördermöglichkeiten in Hessen:

  • Hessen hat das Hessische Programm für Nachhaltige Landwirtschaft (HLN), welches auch Projekte zur Nutzung von erneuerbaren Energien in der Landwirtschaft fördert.
  • Zudem gibt es über das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) verschiedene Förderungen für landwirtschaftliche Innovationen, die Agri-PV-Technologien unterstützen können.

Klimafreundliche Landwirtschaft:

  • Das Hessische Klimaschutzgesetz fördert die Umsetzung von Projekten, die zur Reduktion von CO2-Emissionen beitragen, was auch Agri-PV-Projekte umfasst, da diese eine Kombination von erneuerbarer Energieproduktion und nachhaltiger Landwirtschaft darstellen.

2. Rheinland-Pfalz:

Auch Rheinland-Pfalz bietet viel Potenzial für Agri-PV-Anwendungen, insbesondere durch die vielfältige Landwirtschaft und die hohe Zahl von kleinen bis mittelgroßen landwirtschaftlichen Betrieben, die in dieses Modell investieren könnten.

Agri-PV auf Weinanbauflächen:

  • Beschreibung: Rheinland-Pfalz ist stark von Weinbau geprägt. Agri-PV könnte hier eine interessante Option darstellen, insbesondere auf Flächen, die weniger für den direkten Weinanbau geeignet sind, aber von der kühlen, schattigen Wirkung der Solarmodule profitieren könnten.
  • Vorteile:
    • Schattenspendende Solarmodule könnten vor allem für den Weinbau vorteilhaft sein, da sie die Pflanzen vor extremen Sommertemperaturen schützen.
    • Die Doppelnutzung von Land könnte die Rentabilität der Weinbauflächen erhöhen.
  • Herausforderungen: Die spezifische Anpassung der Solarmodule an die Bedürfnisse von Weinstöcken (Schattenwurf, Lichtdurchlässigkeit) stellt eine technische Herausforderung dar.

Agri-PV auf Ackerflächen:

  • Beschreibung: In der rheinhessischen Tiefebene, der Westpfalz oder im Westerwald gibt es zahlreiche Ackerflächen, die für Agri-PV-Anwendungen geeignet sind. Diese Regionen könnten besonders von der Kombination von landwirtschaftlicher Nutzung und erneuerbarer Energieproduktion profitieren.
  • Mögliche Anbaukulturen: Neben den klassischen Ackerfrüchten (Getreide, Mais) wären auch spezielle Kulturen wie Kartoffeln oder Hülsenfrüchte denkbar.
  • Vorteile:
    • Besonders durch den häufigeren Sonnenschein im südlichen Rheinland-Pfalz könnte Agri-PV hier einen hohen Ertrag an Solarstrom liefern, während gleichzeitig die landwirtschaftliche Nutzung der Flächen erhalten bleibt.

Agri-PV auf Dächern von Stallgebäuden und Scheunen:

  • Beschreibung: In vielen ländlichen Gebieten von Rheinland-Pfalz gibt es zahlreiche landwirtschaftliche Gebäude wie Ställe und Scheunen, die für die Installation von PV-Anlagen geeignet sind.
  • Vorteile:
    • Flächensparend: Keine zusätzliche Bodennutzung notwendig.
    • Günstige Integration in bestehende Infrastruktur.
    • Energiebedarf: Landwirtschaftliche Betriebe können ihren eigenen Strombedarf decken.

Fördermöglichkeiten in Rheinland-Pfalz:

  • Rheinland-Pfalz hat das Programm zur Förderung von Agri-Photovoltaik und auch Initiativen im Rahmen des Förderprogramms zur Nutzung erneuerbarer Energien in der Landwirtschaft.
  • Der Innovationsfonds für erneuerbare Energien bietet Zuschüsse für innovative Projekte, die eine Kombination aus Agrarwirtschaft und erneuerbaren Energien vorsehen.
  • Projekte, die sowohl auf die Förderung von Photovoltaik als auch auf nachhaltige Landwirtschaft abzielen, können zudem von Programmen wie dem Energie- und Klimafonds Rheinland-Pfalz profitieren.

Gemeinsame Herausforderungen und Chancen in beiden Bundesländern:

Herausforderungen:

  • Hohe Anfangsinvestitionen: Die Integration von PV-Anlagen in die landwirtschaftliche Produktion erfordert hohe Investitionskosten, auch wenn langfristig Einsparungen durch selbst erzeugte Energie und höhere Erträge durch bessere Anbaubedingungen möglich sind.
  • Flächenverfügbarkeit: In vielen Regionen gibt es einen Wettbewerb um landwirtschaftliche Flächen, was die Realisierung von Agri-PV-Projekten auf Ackerflächen erschweren könnte.
  • Technische Anpassungen: Die Solarmodule müssen für den landwirtschaftlichen Kontext angepasst werden, z.B. hinsichtlich Höhe, Abstand und Flexibilität bei der Anordnung.

Chancen:

  • Kombination von Landwirtschaft und erneuerbarer Energieproduktion bietet ein großes Potenzial, um die Nachhaltigkeit und Rentabilität landwirtschaftlicher Betriebe zu steigern.
  • Schutz vor extremen Wetterbedingungen (z. B. Dürre, Hitzewellen) kann den landwirtschaftlichen Ertrag steigern.
  • Förderungen und Unterstützung durch Landesregierung und europäische Mittel machen den Einstieg in Agri-PV lukrativer.

Fazit:

Sowohl in Hessen als auch in Rheinland-Pfalz gibt es zahlreiche Möglichkeiten für die Anwendung von Agri-Photovoltaik. Besonders vielversprechend sind die Nutzung von Ackerflächen, Weideflächen sowie Dächern von landwirtschaftlichen Gebäuden. Beide Bundesländer bieten spezifische Förderprogramme und schaffen durch ihre landwirtschaftliche Struktur ein gutes Umfeld für Agri-PV-Innovationen. Die Umsetzung erfordert jedoch eine gründliche Planung und technische Anpassungen, um die Vorteile für Landwirte und die Umwelt zu maximieren. In den meisten Fällen ist ein Bebauungsplan für die planungsrechtliche Sicherung vor der Realisierung erforderlich. Gerne beantwortet das Planungsbüro Hendel+Partner diesbezüglich Anfragen. Foto: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Stadt oder Land: Wo wir gesund leben können

Ein Artikel aus der „Apotheken Umschau“ zu einem Thema, mit dem wir uns als Stadtplaner täglich auseinandersetzen…

Die Umwelt – ob in der Stadt oder auf dem Land – beeinflusst die Menschen, die dort leben. Und: „Der Wohnort hat auch einen indirekten Einfluss auf die Gesundheit, zum Beispiel darauf, wie viel ich mich bewege oder ob ich Zugang zu gesundem Essen habe“, sagt Prof. Dr. Christian Weidmann, Soziologe an der Hochschule Furtwangen. Stadt oder Land? Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ gibt Hilfe bei der Entscheidung.

  • Schadstoffe und Lärm: Motorisierter Verkehr sorgt für schlechte Luft und Lärm. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation ist dauerhafter Lärm durch Straßenverkehr von mehr als 52 Dezibel ungesund. Das entspricht etwa einem Gespräch in Zimmerlautstärke. Gleichzeitig hinterlässt motorisierter Verkehr in der Luft Schadstoffe wie Feinstaub oder Stickoxide. Lärm und schlechte Luft sind aber nicht nur ein städtisches Thema. Laut Greenpeace ist die Feinstaubbelastung rund um große Ställe stark erhöht. Landwirtschaft kann zudem die Konzentration von Nitrat, Ammoniak und Phosphat im Grundwasser erhöhen und Trinkwasser ungesund machen.
  • Bewegung: Viel Grün vor der Tür gleich mehr Bewegung? Nicht unbedingt. „Der Alltag auf dem Land ist sehr autolastig“, sagt Soziologe Weidmann. „Darum bewegt man sich auf dem Land insgesamt weniger als in der Stadt“. Städte sind meist so geplant, dass aktive Bewegung, also Gehen oder Radfahren, möglich ist. Zudem gibt es in der Stadt ein großes Angebot an Sportkursen, dazu Parks mit Gratissportanlagen. Das Angebot für die Landbevölkerung sei zu gering, so Weidmann. Zwar gebe es viele Sportvereine, deren Angebote richteten sich jedoch kaum an ältere oder übergewichtige Menschen, die Bewegung besonders nötig hätten. Aber auch Jugendliche auf dem Land bewegen sich eher wenig: Sie verbringen mehr Zeit vor dem Bildschirm als junge Menschen in der Stadt.
  • Medizinische Versorgung: Während in Großstädten Hausarztpraxis oder Apotheke im Schnitt weniger als 500 Metern entfernt liegen, muss man in ländlichen Gemeinden durchschnittlich mehr als zwei Kilometer bis zur nächsten Praxis zurücklegen. Zur nächsten Apotheke sind es etwa in ostdeutschen Landgemeinden sogar mehr als vier Kilometer, so die „Apotheken Umschau“. Auch Kliniken, die etwa Spezialstationen für Schlaganfall-Betroffene haben, sind nicht für alle schnell erreichbar. Für fünf Millionen Deutsche dauert der Weg dorthin im Rettungswagen über 30 Minuten – im Notfall zu lang. Betroffen sind ländliche Regionen und kleinere Städte.
  • Sozialleben: Soziale Netze sind auf dem Land oft stärker als in der anonymen Großstadt. Doch häufig endet die Hilfe an der Türschwelle, echte Nähe kann also trotzdem fehlen. Gerade ältere alleinlebende Menschen fühlen sich einsam. In den Städten betrifft Einsamkeit laut Heike Köckler, Professorin für Sozialraum und Gesundheit, oft auch Jugendliche. Was nach Einschätzung von Köckler aber für die Stadt spricht: „Wer aktiv Kontakte knüpfen will, hat dort mehr Auswahl als in einem 500-Seelen-Dorf.“ Quelle: Wort & Bild Verlagsgruppe – Gesundheitsmeldungen (ots)

Mischgebiet für Undenheim

Neues Baugebiet kurz vor der Verabschiedung durch den Gemeinderat

Der Bebauungsplan HINTERM BAHNHOF – 2. BA (RWZ) 1. Änderung mit Umweltbericht in der rheinhessischen Gemeinde Undenheim schafft die planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Erschließung der für die Eigenentwicklung benötigten Mischgebietsflächen für Wohnen und niht störendes Gewerbe. Es gewährleistet damit einen nutzungsverträglichen Übergang zwischen vorhandenen Wohngebieten und Gewerbeflächen am südlichen Ortsrand. Die Planungsfläche ist ca. 0,6 ha groß.

Vorgesehen sind:

  • Ausweisung eines MISCHGEBIETSSTREIFENS als Übergang zwischen Wohnen und Gewerbe
  • Private Grünfläche mit Festsetzung zur Pflanzung von Bäumen als visuelle Abschirmung zum nördlich gelegenen Gewerbebetrieb
  • notwendige Erschließungsflächen inklusive Pflegeweg südlich der Ortsrandeingrünung
  • Öffentliche Grünfläche als Ortsrandeingrünung zum südlichen Ortsrand

In Betrieb…

Jetzt fertig und bereits stark frequentiert: Der neue Parkplatz im historischen Ortskern von Oestrich/Rheingau.

Hydropor Rasenplatten, versickerungsfähiges Ökopflaster. Planung und Bauleitung: Hendel+Partner

Photovoltaik-Freiflächenanlage für Schlangenbad

Der Bebauungsplan „Solarpark Lochmühle“ steht kurz vor der Verabschiedung

Geplant ist eine freistehende Freiflächen-Photovoltaikanlage mit einer Leistung von ca. 2.452 kWp, die pro Jahr ca. 2,45 Mio. kWh Strom erzeugt. Dies wird voraussichtlich 50 bis 60 % des Strombedarfs der Sticht Technologie, die als Vorhabenträgerin fungiert, decken.

Die Modultische werden mit 6 Modulreihen pro Tisch in Süd-Ausrichtung errichtet. Die Modulmaße betragen voraussichtlich 1.762 x 1.134 mm, können aber je nach Hersteller variieren. Der Mindestabstand zwischen den Reihen beträgt 2,00 m. Der Tischwinkel beträgt 15°.

Die Module sammeln das Sonnenlicht und wandeln einen bestimmten Anteil davon in elektrische Energie in Form von Gleichstrom um. Ein Modul besteht an seiner Oberfläche aus gehärtetem Spezialglas mit hoher Lichtdurchlässigkeit. Darunter sind die Photovoltaikzellen aus reinem Silizium eingebettet. Die Module sind nicht völlig lichtundurchlässig, so dass der verbleibende Streulichteinfall die Bildung von Vegetation unter den Modultischen erlaubt.

Das System hat eine Gesamthöhe von maximal 3 m über dem Gelände. Hierbei ist die Mindesthöhe der Unterkante der Module von 1 m, die eine Schafbeweidung ermöglicht, berücksichtigt.

Innerhalb des Plangebiets wird eine Trafostation errichtet, welche eine Fläche von ca. 9 m² einnimmt und ca. 3 m hoch ist.

Die PV-Anlage wird zum Schutz vor Diebstahl und zur Verhinderung des Betretens durch Unbefugte von einem Stahlgitter- oder Maschendrahtzaun mit Übersteigschutz und einer Gesamthöhe von maximal 2 m umgeben. Um die Durchlässigkeit von Kleintieren und Wildkatzen zu gewährleisten, wird eine Bodenfreiheit von 20 cm vorgesehen.

Bebauungsplan: Hendel+Partner