Wichtige Weichenstellung

Für das Baugebiet OPPENHEIMER WEG – 2. Bauabschnitt in Uelversheim wurde endlich der finale Beschluss gefasst!

Bebauungsplan Südlich Oppenheimer Weg – 2. BA: Hendel+Partner

Wo und was geplant ist

  • Das Baugebiet „Oppenheimer Weg, 2. BA“ liegt am nördlichen Ortsrand der rheinhessischen Gemeinde Uelversheim, zwischen der Weinolsheimer Straße (L 437) und dem Friedhof. Es grenzt unmittelbar an das bereits bestehende Baugebiet „Oppenheimer Weg“ an.
  • Ziel der Planung: Schaffung von neuen Wohnbauflächen, um Wohnraum nach Nachfrage zu ermöglichen.

Nutzung und Struktur

Laut Planungsentwurf sind vorgesehen: Baugrundstücke für Einfamilienhäuser

  • Ein „Allgemeines Wohngebiet“ — zur überwiegenden Wohnnutzung
  • Grün-/Ausgleichsflächen sowie Entwässerungs- und Erschließungsflächen.

Die Gesamtfläche, die im ursprünglichen Entwurf angegeben war, umfasst ca. 1,4 ha. Von dieser Fläche entfallen ca. 6.382 m² auf die Baugrundstücke für Einfamilienhäuser.

Herausforderungen & Planungskriterien

Im Planungsprozess waren insbesondere drei Aspekte von Bedeutung:

  • Lärmbelastung: Wegen der Nähe zur L 437 bzw. Weinolsheimer Straße und zu bestehenden Gewerbe- bzw. Weinbaubetrieben sind in einem kleinen Teilbereich des Baugebietes Schutzvorkehrungen an den Gebäuden zu treffen.
  • Umwelt & Artenschutz: Da neue Flächen bebaut werden und Grün- bzw. Ausgleichsflächen vorgesehen sind, wurde im Zuge der Bauleitplanung ein Umweltbericht mit Bewertung der Eingriffe in Natur und Landschaft erstellt. Der naturschutzrechtliche Ausgleich kann vollständig innerhalb des Plangebietes erbracht werden.
  • Entwässerung: Für die Rückhaltung des Oberflächenwassers ist ein Retentionsbecken erforderlich. Die Lage des Beckens war bis zuletzt im Gemeinderat umstritten.

Chronologie des Planverfahrens

  • Die Aufstellung des Bebauungsplans wurde vom Gemeinderat 2018 beschlossen.
  • Im Oktober 2022 wurde der Entwurf des Bebauungsplans beschlossen und damit das Verfahren offiziell eingeleitet.
  • Zwischen Ende 2024 und Frühjahr 2025 wurde der Plan mehrfach überarbeitet: Im Rahmen des Verfahrens wurden insbesondere das Bebauungs- und Entwässerungskonzept angepasst.
  • Der Bebauungsplan „Oppenheimer Weg, 2.  BA“ wurde in der Gemeinderatssitzung am 17. November 2025 als Satzung beschlossen.
  • Damit ist das Planungs- und Genehmigungsverfahren abgeschlossen – der Weg zur Bebauung und Erschließung ist frei, sobald der Beschluss öffentlich bekannt gemacht wurde.

Bedeutung für Uelversheim

  • Mit dem Baugebiet soll ein neues Wohnquartier mit ca. 16 Bauplätzen geschaffen werden
  • Damit wird die Gemeinde besser auf zukünftigen Wohnraumbedarf reagieren und das Ortswachstum bedarfsorientiert steuern können.

Bebauungsplan und Erschließungsplanung: Hendel+Partner

Schau mal…

Natur-Schau-Garten in Hohenstein-Breithardt. Der etwas andere Bebauungsplan.

Foto © Matthias Merkel

Wir von Hendel+Partner lieben ja Herausforderungen und spezielle Aufgabenstellungen. Der Naturschaugarten in Breithardt gehört unbedingt dazu. Es handelt sich um eine bereits bestehende Anlage, für die im nachhinein Planungsrecht über einen Bebauungsplan geschaffen werden soll.

Der Naturschaugarten „Im Gründche“ ist ein gemeinnütziges Naturprojekt in Hohenstein-Breithardt. Initiatoren sind drei engagierte Personen: Nico Böttcher, Marc Rabenstein und Robin Jenner.

Ziel & Konzept

  • Der Garten fungiert als Lern- und Erfahrungsraum, in dem ökologische Bildung, Naturerleben und soziale Teilhabe verbunden werden.
  • Es soll ein naturnaher Lebensraum entstehen, der heimische Pflanzen fördert und Tiere anlockt – gleichzeitig zeigt der Garten, wie man Natur bewusst in den eigenen Alltag oder Garten integrieren kann.
  • Die Fläche ist in drei Bereiche unterteilt: Naturgarten, Nutzgarten und eine Freizeitfläche.

Gestaltung & Biodiversität

  • Ursprünglich war das Gelände eine fast ebene Eselsweide – inzwischen ist es abwechslungsreich mit Hügeln und Trockenmauern gestaltet.
  • Viele verschiedene Lebensräume sind entstanden: Staudenbereiche, wilde Ecken, Sitz- und Treffpunkte, ein Bauwagen.
  • Heimische Arten werden bewusst gefördert, um Insekten, Amphibien und anderen Tieren einen Lebensraum zu bieten.

Bildung & Soziales

  • Der Garten dient auch der Umweltbildung: Geplant sind Workshops zu Permakultur, Kräuterkunde, heimischer Flora und Fauna.
  • Es soll ein inklusiver Raum sein: Menschen jeden Alters können mitmachen, lernen und sich einbringen.
  • Ein soziales Element ist ebenfalls enthalten: Neben dem ökologischen Aspekt gibt es auch die Idee von Gemeinschaft und Teilhabe.

Auszeichnungen & Förderung

  • Das Projekt wurde von der Andrea-von-Braun-Stiftung gefördert.
  • Beim Pflanzwettbewerb 2021 hat das Projekt bundesweit den 1. Platz in der Kategorie „Großgärten“ erreicht.

Aktueller Stand & Herausforderungen

  • Das Projekt wächst weiter: Es gibt Pläne, neue Bäume, Beerensträucher und mehrjährige Pflanzen zu pflanzen.
  • Ein Thema ist die planungsrechtliche Sicherung: Für den Naturschaugarten wird ein Bebauungsplan benötigt, mit dessen Erstellung Hendel+Partner beauftragt wurde.

Foto © Matthias Merkel