190 m unter der Erde…
Bohrungen für Kalte Nahwärme im Baugebiet Kemel-Süd haben begonnen

Baugebiet Kemel-Süd, ©Christian Sell (CopterCam AG)
Wärmeversorgung und Kühlung
Im Rahmen der Erschließungsarbeiten für das Baugebiet Kemel-Süd im Heidenroder Ortsteil Kemel werden im Herbst 2025 58 Löcher mit einer Tiefe von jeweils 190 m gebohrt, um die erfoderlichen Erdsonden einzubringen. Diese dienen als Basis für die Wärmeversorgung der beiden ersten Abschnitte des Baugebiets. Aber auch für die Kühlung der Gebäude bei heißen Temperaturen.
Ein kaltes Nahwärmesystem nutzt Erdsondenfelder als Wärmequelle. Durch die Erdsonden, die bis zu 200 Meter in die Tiefe reichen, strömt eine Flüssigkeit. Die Erdwärme erwärmt sie auf acht bis zwölf Grad Celsius. Über ein sogenanntes „kaltes Nahwärmenetz“ gelangt die erwärmte Flüssigkeit in die Häuser. Dort hebt eine Wärmepumpe die dargebotene Wärme auf ein nutzbares Temperaturniveau.
Ökologisch
Die kalte Nahwärmeversorgung ist energieeffizient und umweltschonend. Sie kann mit erneuerbaren Energien betrieben werden und ist treibhausgasfrei. Das Netz hat nur geringe bis keine Wärmeverluste, teilweise sogar Wärmeerträge, weshalb die Leitungen keine aufwändigen Dämmungen benötigen. Sowohl im Winter als auch im Sommer sind die Wärmeversorgung und die Klimatisierung mit nur einem thermischen Netz gedeckt.
Bebauungsplan: Hendel+Partner
